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📖 Low-Cost-Carrier

Günstig fliegen, aber zu welchem Preis? Was Low-Cost-Airlines ausmacht, wie sie verdienen und worauf Passagiere achten sollten.

Ein Low-Cost-Carrier (LCC), auch Billigflieger oder Billigairline genannt, ist eine Fluggesellschaft, die durch Kostenreduktion auf allen Ebenen günstigere Ticketpreise als klassische Vollserviceairlines anbietet – oft auf Kosten von Komfort und Inklusivleistungen.

Wie verdienen Low-Cost-Carrier?

Das LCC-Geschäftsmodell basiert auf einem günstigen Grundpreis, der nur den Flug ohne Extras enthält – und einer Vielzahl von Zusatzgebühren für alles darüber hinaus: Gepäckaufgabe, Sitzplatzwahl, Onlinecheckin (teilweise), Bordmahlzeiten, Prioritätsboarding und sogar Bezahlvorgänge mit bestimmten Kreditkarten. Die bekanntesten europäischen LCCs sind Ryanair, EasyJet, Wizz Air und Vueling. Durch effiziente Flottennutzung (oft nur ein Flugzeugtyp), Flüge zu Nebenflughäfen, schnelle Turnaround-Zeiten am Boden und den Verzicht auf Lounges und Business-Class halten sie die Betriebskosten niedrig.

Low-Cost vs. Vollserviceairline

Bei einer Vollserviceairline wie Lufthansa, British Airways oder Air France sind Handgepäck, oft ein Aufgabegepäckstück, Mahlzeiten und Sitzplatzwahl im Ticketpreis enthalten. Bei Low-Cost-Carriern gilt: nur der Sitz ist dabei. Ein auf den ersten Blick günstiges LCC-Ticket kann nach Addition von Handgepäck (bei manchen Tarifen kostenpflichtig), einem Koffer, einem reservierten Sitzplatz und einer Mahlzeit teurer sein als ein Vollserviceticket. Immer den Gesamtpreis vergleichen, nicht nur den Grundtarif.

Wann ist ein LCC die richtige Wahl?

LCCs lohnen sich besonders für Kurzstrecken innerhalb Europas mit leichtem Gepäck und ohne besondere Serviceansprüche, für spontane Reisende, die flexibel bei Abflugzeit und -ort sind und für preissensible Reisende, die alle Extras selbst mitbringen (Essen, Snacks, Kopfhörer). Für Langstrecken, Familien mit viel Gepäck oder Reisende, die Pünktlichkeit und Servicequalität schätzen, sind klassische Airlines oft das bessere Gesamtpaket.

💡 Tipp: Gepäckregeln genau lesen

Handgepäckmaße und -gewichte sind bei LCCs strikt – und werden am Gate kontrolliert. Ryanair erlaubt nur bei Premium-Tarifen Gepäck in die Überkopfablage, Basis-Tickets nur eine kleine Tasche unter dem Vordersitz. Ein am Gate aufgegebener Koffer kann 50–80 Euro extra kosten. Immer die aktuellen Gepäckregeln der jeweiligen Airline vor dem Buchen prüfen.