Südamerika bietet Naturerlebnisse, die auf keinem anderen Kontinent zu finden sind: den größten Regenwald der Erde, die längste Gebirgskette, die höchste schiffbare See der Welt und Wasserfälle, die alle anderen in den Schatten stellen. Dazu kommen eine lebhafte Kulturlandschaft, exzellente Küchen und herzliche Menschen.
Brasilien – Samba, Strand und Dschungel
Brasilien ist das mit Abstand größte Land Südamerikas und ein Reiseziel voller Kontraste. Rio de Janeiro mit dem Zuckerhut, dem Strand von Copacabana und Ipanema sowie der Christus-Statue auf dem Corcovado ist eine der visuell eindrucksvollsten Städte der Welt. Der Karneval in Rio (Februar/März) ist das größte Straßenfest der Erde und ein unvergessliches Erlebnis – Tickets und Unterkünfte müssen ein Jahr im Voraus gebucht werden.
Der Amazonas-Regenwald im Norden Brasiliens ist das Herzstück der globalen Biodiversität – ein Dschungel von der Größe Westeuropas. Bootstouren ab Manaus, Piranha-Angeln, Kaiman-Beobachtung bei Nacht und Übernachtungen in Dschungellodges bieten einmalige Naturerlebnisse. Die Iguazú-Wasserfälle an der Grenze zu Argentinien und Paraguay sind breiter als Niagara und Victoria Falls zusammen – eines der imposantesten Naturspektakel der Erde.
Peru – Machu Picchu und Inka-Kultur
Peru ist der kulturelle Höhepunkt jeder Südamerika-Reise. Machu Picchu – die geheimnisvolle Inka-Ruinenstadt auf 2.430 Metern in den Wolken der Anden – gehört zu den Weltwundern der modernen Zeit und ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten überhaupt. Tickets müssen weit im Voraus online gebucht werden, Zugang ist auf täglich 5.000 Besucher begrenzt.
Der Titicacasee auf 3.812 Metern Höhe ist der höchste schiffbare See der Welt – ruhig, blau und von einzigartigen Totora-Schilf-Inseln umgeben, auf denen die Uros-Indianer seit Jahrhunderten leben. Die Hauptstadt Lima ist zur gastronomischen Hauptstadt Lateinamerikas aufgestiegen – Restaurants wie das Central von Virgilio Martínez zählen zur Weltspitze.
💡 Tipp: Höhenkrankheit (Soroche) beachten
Wer in den Anden auf Höhen über 3.000 Meter reist – Cusco (3.400 m), Titicacasee (3.812 m) – sollte sich ein bis zwei Tage Akklimatisierung einplanen. Kokablättertee hilft traditionell gegen Höhenkopfschmerzen. Das Medikament Acetazolamid (Diamox) kann vorbeugend eingenommen werden – mit dem Arzt besprechen.
Argentinien – Tango, Steak und Patagonien
Buenos Aires ist die eleganteste und europäischste Stadt Südamerikas. Das Viertel San Telmo mit seinen Antikläden und Tangobars, La Boca mit den bunten Blechhäusern der Caminito, die mondäne Recoleta mit dem berühmten Friedhof und der breite Río de la Plata – Buenos Aires ist eine Weltstadt mit Welt-Küche: argentinisches Rindfleisch gilt vielen als das beste der Erde.
Patagonien im äußersten Süden Argentiniens (und Chiles) ist eines der letzten Wildnisgebiete der Erde. Der Torres del Paine Nationalpark in Chile, der Nationalpark Los Glaciares mit dem Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien und das Trekking-Mekka Fitz Roy rund um El Chaltén sind Ziele für Abenteurer und Naturliebhaber gleichermaßen.
Chile – von der Atacama bis zur Antarktis
Chile ist der längste und schmalste Staat der Welt – 4.300 Kilometer von der Atacamawüste im Norden bis zur antarktischen Region im Süden. Die Atacama ist die trockenste Wüste der Erde und bietet surreale Landschaften aus Salzflächen, Geysiren und vulkanischen Kratern. Santiago de Chile ist eine moderne, erdbebensichere Großstadt mit hervorragender Kulinarik und guter Anbindung an die Skigebiete der Anden.
Beste Reisezeit für Südamerika
Südamerika liegt auf der Südhalbkugel – Sommer ist Dezember bis März, Winter Juni bis August. Für Brasilien und Peru gilt: Mai bis September (Trockenzeit) ist ideal. Patagonien wird November bis März besucht. Buenos Aires ist ganzjährig gut bereisbar. Mindestens drei Wochen Reisezeit sind für eine sinnvolle Südamerika-Erkundung empfehlenswert.