Codeshare bezeichnet eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehr Fluggesellschaften, bei der eine Airline Sitzplätze auf dem Flug einer anderen Airline unter ihrer eigenen Flugnummer verkauft – der Passagier bucht bei Airline A, fliegt aber mit Flugzeug und Crew von Airline B.
Wie funktioniert Codeshare konkret?
Ein Beispiel: Lufthansa und United Airlines haben ein umfangreiches Codeshare-Abkommen. Ein Flug von Frankfurt nach San Francisco kann als LH-Flug verkauft werden – obwohl er tatsächlich von United durchgeführt wird. Auf der Bordkarte steht die Flugnummer von Lufthansa, am Gate und im Flugzeug ist aber United präsent. Codeshare-Abkommen ermöglichen es Airlines, ihr Streckennetz zu erweitern, ohne selbst neue Routen zu betreiben. Für Reisende bedeutet das: durchgehende Buchung möglich, Vielfliegerpunkte können meist bei der buchenden Airline gutgeschrieben werden, Gepäck wird (meist) durchgecheckt.
Was müssen Passagiere bei Codeshare beachten?
Wichtig zu wissen: Sicherheitsstandards, Sitzabstände, Bordverpflegung und Service richten sich nach der durchführenden Airline, nicht nach der buchenden. Wer einen Business-Class-Standard von Lufthansa erwartet und einen Codeshare-Flug mit einer anderen Airline bekommt, kann enttäuscht sein. Bei Umbuchungen und Annullierungen gelten die Bedingungen der buchenden Airline, aber die praktische Abwicklung erfolgt durch die durchführende – das kann zu Zuständigkeitskonflikten führen. Vor der Buchung: immer prüfen, welche Airline den Flug tatsächlich durchführt. Diese Information steht bei seriösen Buchungsportalen dabei.
Codeshare vs. Interline vs. Allianz
Codeshare: Zwei Airlines verkaufen denselben Flug unter verschiedenen Nummern. Interline: Gegenseitige Akzeptanz von Tickets, damit Passagiere mit mehreren Airlines reisen und Gepäck durchchecken können – auch ohne Codeshare-Abkommen. Allianz (Star Alliance, oneworld, SkyTeam): Übergeordneter Verbund von Airlines, der gemeinsame Lounges, Vielfliegerpunkte und koordinierte Flugpläne ermöglicht. Codeshare ist oft Teil einer Allianz-Mitgliedschaft, aber nicht zwingend.
💡 Tipp: Durchführende Airline vor Buchung prüfen
Auf Buchungsportalen steht oft klein gedruckt „Betrieben von [Airline]" oder „Operated by [Airline]" – diesen Hinweis nicht übersehen. Wenn dir Service und Ausstattung der durchführenden Airline wichtig sind, immer direkt nachschauen, was diese Airline in der gebuchten Klasse bietet.