Freigepäck (auch aufgegebenes Gepäck) bezeichnet Koffer und Taschen, die am Check-in-Counter aufgegeben werden, im Frachtraum des Flugzeugs transportiert werden und am Zielort am Gepäckband abgeholt werden – im Gegensatz zum Handgepäck in der Kabine.
Wie viel Freigepäck ist inklusive?
Das hängt stark von der Airline und dem gebuchten Tarif ab. Bei klassischen Vollserviceairlines wie Lufthansa oder Air France ist in der Economy meist ein Koffer (23 kg) inklusive, in Business oft zwei. Bei Low-Cost-Carriern wie Ryanair oder EasyJet ist Freigepäck grundsätzlich kostenpflichtig – typisch sind 10 bis 25 Euro für einen Koffer bis 20 kg, wenn vorab online gebucht. Am Flughafen nachträglich Gepäck aufzugeben ist teils doppelt so teuer. Bei Pauschalreisen über Reiseveranstalter sind häufig 20 kg Freigepäck im Paket enthalten.
Übergewicht – was kostet es?
Das Standardlimit liegt meist bei 20 oder 23 kg pro Koffer. Übergewicht wird am Counter gemessen und in Rechnung gestellt – meist pro Kilogramm oder in Gewichtsbändern. Die Gebühren variieren erheblich: von 10 bis 50 Euro pro Kilogramm je nach Airline und Route. Auf Langstrecken, besonders in der Business Class, ist das Limit oft höher (32 kg). Eine clevere Alternative bei viel Gepäck: vorab ein zusätzliches Gepäckstück buchen, das ist fast immer günstiger als Übergewichtsgebühren am Counter zu zahlen.
Was darf nicht ins Freigepäck?
Lithium-Akkus und Powerbanks sind im Frachtraum verboten – sie gehören ins Handgepäck. Ebenso untersagt: leicht entzündliche Flüssigkeiten, Druckgasbehälter, bestimmte Batterien und Sprengstoff. Wertgegenstände wie Laptop, Kamera, Schmuck und Medikamente sollten aus Sicherheitsgründen immer ins Handgepäck. Bei Gepäckverlust oder -beschädigung gilt: sofort eine Schadensanzeige (PIR – Property Irregularity Report) am Flughafen aufnehmen lassen und Reiseversicherung informieren.
💡 Tipp: Gepäck vorab online buchen
Bei LCCs immer Gepäck vorab online beim Ticket- oder Check-in-Vorgang buchen – das ist fast immer erheblich günstiger als am Flughafen. Wer voraussichtlich über das Standardlimit kommt: lieber großzügig buchen als riskieren, Übergewichtsgebühren zu zahlen.